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Zahnzusatzversicherung trotz fehlender Zähne

Eigenanteil senken trotz Zahnlücken

Per Zahnzusatzversicherung fehlende Zähne absichern: ab 12 Euro im Monat. Ein Implantat kostet bis 3.200 Euro, die Kasse zahlt nur 553 Euro.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Eine Zahnzusatzversicherung bei fehlenden Zähnen ist bei 5 Versicherern möglich, bis zu 4 Zahnlücken, bei 2 Anbietern sogar ohne Gesundheitsfragen.
  • check Tarife ohne Risikozuschlag gibt es ab 12 Euro monatlich, Tarife mit 100 % Erstattung ab rund 30 Euro.
  • check Bei Parodontitis erstattet die Versicherung Privatanteile wie Laser oder Knochenaufbau, die Kasse nur die Basisbehandlung.
  • check Falschangaben bei den Gesundheitsfragen führen zur Vertragsaufhebung ohne Beitragsrückerstattung.
  • check Idealerweise vor einer konkreten Diagnose abschließen, da angeratene Behandlungen meist nicht erstattet werden.
Zahnzusatzversicherung trotz fehlender Zähne
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Inhaltsverzeichnis

1. Wann gilt ein Zahn als fehlend?

Wer eine Zahnzusatzversicherung trotz fehlender Zähne abschließen möchte, stößt schnell auf eine zentrale Frage: Was zählt überhaupt als fehlender Zahn? Die Definition entscheidet darüber, ob der Versicherer den Antrag annimmt, ob ein Risikozuschlag anfällt oder ob bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden.

Als fehlend gilt ein Zahn, der nicht mehr im Kiefer steht und nicht dauerhaft ersetzt wurde. Eine offene Zahnlücke zählt also immer. Wurde die Lücke dagegen bereits mit einem Implantat, einer festsitzenden Brücke oder einer Krone auf einem noch vorhandenen Zahnstumpf versorgt, gilt der Zahn in der Regel als dauerhaft ersetzt. Die meisten Versicherer werten ihn dann nicht mehr als fehlend.

Weisheitszähne, Milchzähne und Lückenschluss

Weisheitszähne zählen bei keinem Versicherer als fehlende Zähne. Auch Milchzähne ohne nachfolgende bleibende Zähne sowie ein kieferorthopädischer Lückenschluss werden nicht mitgezählt. Der Münchener Verein formuliert das in seiner Gesundheitsfrage ausdrücklich: Gefragt wird nach fehlenden Zähnen, die noch nicht dauerhaft ersetzt sind, außer Weisheitszähne, Milchzähne und Lückenschluss.

Herausnehmbarer Zahnersatz: ein eigener Fall

Träger einer herausnehmbaren Teil- oder Vollprothese sollten genau hinschauen. Einige Tarife, etwa die Deutsche Familienversicherung, fragen nicht nach der Anzahl fehlender Zähne, lehnen aber bei bestehender herausnehmbarer Prothese ab. Andere Versicherer akzeptieren eine Teilprothese, sofern nicht mehr als vier Zähne fehlen. Die Definition fehlender Zähne bei der Zahnzusatzversicherung variiert also je nach Anbieter. Prüfen Sie vor dem Antrag, welche Gesundheitsfragen Ihr Wunschtarif stellt.

Quellen: KZBV

2. Welche Tarife versichern fehlende Zähne?

Einen vollständigen Überblick über alle Leistungsbereiche der Zahnzusatzversicherung bietet unser Ratgeber Was zahlt die Zahnzusatzversicherung? Leistungen im Überblick .

Die beste Zahnzusatzversicherung bei fehlenden Zähnen hängt davon ab, wie viele Zähne fehlen und welches Tarifmodell passt. Einige Versicherer berechnen einen Risikozuschlag pro fehlendem Zahn. Andere akzeptieren Zahnlücken ohne Aufpreis und fehlende Zähne werden mitversichert. Manche Tarife verzichten sogar auf Gesundheitsfragen und ermöglichen den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen bei fehlenden Zähnen.

Ohne Risikozuschlag: Gothaer MediZ Smile

Die Gothaer akzeptiert in ihren MediZ-Smile-Tarifen bis zu 4 fehlende Zähne ohne jeden Risikozuschlag. Der Smile 75 erstattet 75 % der Zahnersatzkosten ab 12 Euro monatlich, der Smile 85 leistet 85 % ab 13,50 Euro. Die Zahnstaffel beginnt bei 1.000 Euro im ersten Jahr und steigt auf 4.000 Euro im vierten Jahr. Ab dem fünften Jahr gibt es keine Begrenzung mehr. Für Betroffene, die günstig einsteigen wollen, gehört die Gothaer zur besten Zahnzusatzversicherung bei fehlenden Zähnen im Basis-Segment.

Mit Risikozuschlag: Concordia ZAHN SORGLOS 100

Die Concordia nimmt ebenfalls bis zu vier fehlende Zähne an, verlangt aber einen festen Risikozuschlag. Bei ein bis zwei fehlenden Zähnen beträgt der Zuschlag 9 Euro pro Zahn und Monat, bei drei bis vier fehlenden Zähnen steigt er auf 18 Euro pro Zahn. Dafür erstattet der Tarif 100 % der Zahnersatzkosten, und die Zahnstaffel ist mit 1.500 Euro im ersten Jahr und bereits unbegrenzter Leistung ab dem vierten Jahr großzügiger als bei vielen Wettbewerbern. Ab dem dritten fehlenden Zahn verlangt die Concordia zusätzlich ein zahnärztliches Zeugnis.

Ohne Gesundheitsfragen: Nürnberger und DFV

Wer mehrere fehlende Zähne hat und bei den meisten Tarifen abgelehnt wird, findet dennoch passende Angebote. Die Nürnberger Komfort 80 stellt keine einzige Gesundheitsfrage. Damit können auch Menschen mit vielen Zahnlücken abschließen, ohne Angaben zu ihrem Zahnstatus machen zu müssen. Der Tarif erstattet 80 % und rechnet nach dem höheren GOZ-Faktor 5,0 ab, was die tatsächliche Erstattung gegenüber Tarifen mit GOZ 3,5 spürbar erhöht. Der Beitrag liegt ab 15,50 Euro monatlich. Die Deutsche Familienversicherung (DFV) mit dem Zahnschutz Exklusiv 100 fragt zwar nicht nach fehlenden Zähnen, lehnt aber bei bestehender herausnehmbarer Prothese ab. Der Tarif erstattet 100 % und deckt als einziger auch bereits angeratene Implantate und Implantatkronen ab. Die Zahnstaffel beginnt bei 1.750 Euro im ersten Jahr.

Für einen schnellen Überblick zeigt die folgende Tabelle, welche Versicherer wie viele fehlende Zähne akzeptieren und zu welchen Bedingungen.

Tarif Max. fehlende Zähne Risikozuschlag Erstattung Zahnersatz
Gothaer MediZ Smile 75 4 Keiner 75 %
Gothaer MediZ Smile 85 4 Keiner 85 %
Concordia ZAHN SORGLOS 100 4 9–18 EUR/Zahn 100 %
Münchener Verein ZahnGesund 85+ 4 Keiner 85 %
Stuttgarter ZahnKomfort 80 4 Keiner 80 %
Nürnberger Komfort 80 Unbegrenzt Keiner (keine GF) 80 %
DFV Zahnschutz Exklusiv 100 Unbegrenzt* Keiner (keine GF) 100 %

* Die DFV fragt nicht nach fehlenden Zähnen, lehnt aber bei herausnehmbarer Prothese ab.

3. Gesundheitsfragen richtig beantworten

Bei den meisten Zahnzusatzversicherungen müssen Sie vor dem Abschluss Gesundheitsfragen beantworten. Diese Fragen betreffen typischerweise die Anzahl fehlender Zähne, bestehenden Zahnersatz wie Prothesen und Parodontitis-Behandlungen in den letzten drei Jahren. Die Antworten bestimmen, ob der Versicherer Ihren Antrag annimmt, ob ein Zuschlag berechnet wird oder ob Leistungen für bestimmte Zähne ausgeschlossen werden.

Vorvertragliche Anzeigepflicht: Was das bedeutet

Gesundheitsfragen unterliegen der vorvertraglichen Anzeigepflicht. Das heißt: Sie sind gesetzlich verpflichtet, alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Zählen Sie jeden Zahn, der fehlt und nicht dauerhaft ersetzt ist. Weisheitszähne und kieferorthopädische Lückenschlüsse können Sie dabei auslassen, da sie bei keinem Versicherer als fehlend gelten.

Was passiert bei Falschangaben?

Wer fehlende Zähne im Antrag verschweigt, riskiert schwerwiegende Konsequenzen. Der Versicherer kann den Vertrag rückwirkend aufheben, selbst wenn der Leistungsfall erst Jahre später eintritt. Bereits gezahlte Beiträge werden in der Regel nicht erstattet, und im schlimmsten Fall bleiben Sie auf den vollen Behandlungskosten sitzen. Die Versicherer gleichen ihre Daten regelmäßig mit zahnärztlichen Befunden ab. Fehlende Zähne fallen dabei zuverlässig auf.

Alternative: Tarife ohne Gesundheitsfragen

Wenn Sie sich bei den Gesundheitsfragen unsicher sind oder viele Zahnlücken haben, können Tarife ohne Gesundheitsfragen eine sinnvolle Alternative sein. Die Nürnberger Komfort 80 etwa verzichtet komplett auf Gesundheitsfragen. Sie müssen also weder fehlende Zähne noch Vorerkrankungen angeben. Allerdings sind die Erstattungssätze mit 80 % etwas niedriger als bei Tarifen mit Risikoprüfung, und die Zahnstaffel im ersten Jahr fällt mit 800 Euro kleiner aus. Diesen Kompromiss muss jeder für sich abwägen.

Was Versicherer bei den Gesundheitsfragen genau wissen wollen und wie Sie ehrlich antworten, erklärt unser Ratgeber Gesundheitsfragen bei der Zahnzusatzversicherung .

4. Laufende Behandlung und Wartezeiten

Viele Betroffene suchen eine Zahnzusatzversicherung fehlende Zähne ohne Wartezeit, weil die Behandlung bereits geplant oder begonnen hat. Doch bei einer laufenden oder angeratenen Behandlung greifen die meisten Tarife nicht. Was der Zahnarzt vor Vertragsschluss empfohlen oder begonnen hat, gilt als bekannter Schaden und wird nicht erstattet.

Was bedeutet angeratene Behandlung?

Eine Behandlung gilt als angeraten, wenn der Zahnarzt sie im Befund dokumentiert oder einen Heil- und Kostenplan erstellt hat. Schon ein Vermerk in der Patientenakte reicht aus. Das betrifft auch Behandlungen, die Sie selbst noch nicht aktiv verfolgen. Wenn Ihr Zahnarzt Ihnen beispielsweise ein Implantat für eine bestehende Zahnlücke empfohlen hat, ist diese Behandlung angeraten, auch wenn Sie den Termin noch nicht vereinbart haben.

Eine Ausnahme: DFV Zahnschutz Exklusiv 100

Die Deutsche Familienversicherung unterscheidet sich hier von allen anderen Anbietern. Der Zahnschutz Exklusiv 100 erstattet auch bereits angeratene und begonnene Behandlungen für Implantate und Implantatkronen. Wer also bereits weiß, dass ein Implantat nötig wird, kann diesen Tarif trotzdem abschließen und erhält Leistungen. Das ist im Markt eine seltene Ausnahme.

Die beste Strategie: Vor der Diagnose abschließen

Am meisten profitieren Sie von einer Zahnzusatzversicherung trotz Vorerkrankung, wenn Sie den Vertrag abschließen, bevor der Zahnarzt eine konkrete Behandlung anrät. Dann gilt jede spätere Diagnose als neuer Leistungsfall. Beachten Sie dabei die Zahnstaffel: In den ersten Jahren begrenzen alle Tarife ihre Erstattung. Bei der Gothaer liegt die Grenze im ersten Jahr bei 1.000 Euro, bei der DFV bei 1.750 Euro. Planen Sie also ausreichend Vorlauf ein.

Was bei laufenden Behandlungen gilt und wie der Abschluss trotzdem möglich bleibt, erklärt unser Ratgeber Zahnzusatzversicherung bei laufender Behandlung .

5. Kosten und Erstattung: Was zahlt die Versicherung?

Zahnersatz bei fehlenden Zähnen kann teuer werden. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur einen Festzuschuss, der sich am Befund orientiert. Eine Zahnzusatzversicherung für schlechte Zähne kann den Eigenanteil deutlich senken. Wie viel genau, hängt vom Tarif, der Behandlungsart und der Zahnstaffel ab.

GKV-Festzuschuss: Was die Kasse übernimmt

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz einen Festzuschuss, der vom Befund abhängt. Bei einer zahnbegrenzten Lücke mit einem fehlenden Zahn (Befund 2.1) liegt der Festzuschuss bei 552,96 Euro ohne Bonusheft. Wer sein Bonusheft fünf Jahre lückenlos geführt hat, erhält 645,12 Euro. Nach zehn Jahren steigt der Zuschuss auf 691,20 Euro. Bei drei nebeneinander fehlenden Zähnen (Befund 2.3) zahlt die Kasse 704,93 Euro ohne Bonus und bis zu 881,17 Euro mit zehn Jahren Bonusheft.

Der Festzuschuss deckt dabei nur die Regelversorgung ab. Wer eine höherwertige Versorgung wählt, etwa ein Implantat statt einer Brücke, zahlt den Unterschied aus eigener Tasche.

Rechenbeispiel: Einzelzahn-Implantat

Ein Implantat für eine einzelne Zahnlücke kostet in der Regel zwischen 2.200 und 3.200 Euro. Das zahnärztliche Honorar für die Implantatinsertion liegt laut GOZ bei 200 bis 304 Euro. Dazu kommen Material- und Laborkosten für die Implantatkrone. Der GKV-Festzuschuss bei Befund 2.1 beträgt 553 Euro (ohne Bonus). Ohne Zusatzversicherung bleibt ein Eigenanteil von 1.650 bis 2.650 Euro.

Mit einer Zahnzusatzversicherung, die 100 % der Kosten erstattet, sinkt der Eigenanteil rechnerisch auf null, sofern die Zahnstaffel den Betrag abdeckt. Bei der Concordia mit 1.500 Euro im ersten Jahr oder der DFV mit 1.750 Euro müssen Sie bei einem Implantat im ersten Versicherungsjahr allerdings einen Teil selbst tragen. Ab dem vierten Versicherungsjahr gilt bei der Concordia keine Begrenzung mehr.

Tarife speziell für Implantate mit Erstattungssätzen, Zahnstaffeln und Knochenaufbau-Deckung vergleicht unser Ratgeber Zahnzusatzversicherung für Implantate: Tarife im Vergleich .

Rechenbeispiel: Drei fehlende Zähne mit Risikozuschlag

Wer drei nebeneinander fehlende Zähne versorgen lassen möchte, muss mit Gesamtkosten zwischen 2.500 und 4.500 Euro rechnen, je nach Behandlungsart. Der GKV-Festzuschuss liegt bei 705 Euro (Befund 2.3, ohne Bonus). Bei Bedarf an Knochenaufbau (GOZ 9100) kommen allein für das zahnärztliche Honorar 348 bis 530 Euro hinzu, zuzüglich Material.

Versichern Sie drei fehlende Zähne über die Concordia ZAHN SORGLOS 100, zahlen Sie pro Zahn 18 Euro Risikozuschlag monatlich, also 54 Euro zusätzlich im Monat. Der Tarif erstattet dafür 100 % der Kosten. Bei Gesamtkosten von 4.000 Euro und einem Festzuschuss von 705 Euro übernimmt die Versicherung bis zu 3.295 Euro. Der Risikozuschlag summiert sich auf 648 Euro pro Jahr, kann sich also bereits bei einer einzigen größeren Behandlung rechnen.

Quellen: KZBV Festzuschüsse | GOZ 2012

6. Fazit: Versicherung lohnt sich trotz Zahnlücken

Eine Zahnzusatzversicherung bei fehlenden Zähnen abzuschließen ist nicht nur möglich, sondern in den meisten Fällen finanziell sinnvoll. Schon ein einzelnes Implantat kann zwischen 2.200 und 3.200 Euro kosten, wovon die Kasse nur rund 553 Euro als Festzuschuss übernimmt. Bei mehreren fehlenden Zähnen steigen die Kosten schnell auf 4.500 Euro und mehr.

Entscheidend ist, den passenden Tarif für Ihre Situation zu wählen. Bis zu vier fehlende Zähne akzeptieren mehrere Versicherer, teils ohne jeden Zuschlag wie die Gothaer, teils mit einem kalkulierbaren Risikozuschlag wie die Concordia. Wer mehr als vier Zahnlücken hat, findet bei der Nürnberger oder der DFV Tarife ohne Gesundheitsfragen. Beantworten Sie Gesundheitsfragen dabei immer ehrlich, denn Falschangaben führen zur Vertragsaufhebung ohne Beitragserstattung.

Der beste Zeitpunkt für den Abschluss ist vor einer konkreten Diagnose. Dann greift der volle Versicherungsschutz für künftige Behandlungen. Lassen Sie sich einen Heil- und Kostenplan erstellen und vergleichen Sie die Tarife anhand Ihrer tatsächlichen Zahnlücken und der zu erwartenden Behandlungskosten.

7. Häufige Fragen

Weisheitszähne zählen bei keinem Versicherer als fehlende Zähne. Sie werden bei den Gesundheitsfragen nicht mitgezählt und haben keinen Einfluss auf die Annahmeentscheidung.

Der Grund: Weisheitszähne werden häufig entfernt, weil sie keinen Platz im Kiefer haben oder Probleme verursachen. Ihr Fehlen gilt medizinisch und versicherungstechnisch als normal. Gleiches gilt für Milchzähne ohne bleibenden Nachfolger und einen kieferorthopädischen Lückenschluss.

Wenn Sie unsicher sind, welche Zähne bei Ihrem Wunschtarif als fehlend gelten, prüfen Sie die genaue Formulierung der Gesundheitsfrage im Antragsformular.

Bei den meisten Tarifen werden bereits angeratene oder geplante Behandlungen nicht erstattet. Was der Zahnarzt vor Vertragsschluss empfohlen hat, gilt als bekannter Schaden.

Eine Ausnahme bildet die DFV mit dem Zahnschutz Exklusiv 100: Dieser Tarif erstattet auch bereits angeratene Implantate und Implantatkronen. Bei Gesamtkosten von 2.200 bis 3.200 Euro für ein Einzelzahn-Implantat kann das den Eigenanteil erheblich senken.

Schließen Sie Ihre Zahnzusatzversicherung nach Möglichkeit ab, bevor Ihr Zahnarzt eine Behandlung dokumentiert. Dann gilt jede spätere Diagnose als neuer Leistungsfall.

Falschangaben bei den Gesundheitsfragen können zur rückwirkenden Aufhebung des Vertrags führen. Der Versicherer muss dann keine Leistungen erbringen, und bereits gezahlte Beiträge werden in der Regel nicht erstattet.

Die Versicherer gleichen Leistungsanträge mit den zahnärztlichen Befunden ab. Fehlende Zähne sind dabei eindeutig dokumentiert und fallen bei der Prüfung auf. Die vorvertragliche Anzeigepflicht verpflichtet Sie gesetzlich zur wahrheitsgemäßen Beantwortung aller Antragsfragen.

Beantworten Sie die Gesundheitsfragen immer ehrlich. Wenn Sie viele fehlende Zähne haben, wählen Sie lieber einen Tarif ohne Gesundheitsfragen wie die Nürnberger Komfort 80.

Die meisten Tarife akzeptieren bis zu vier fehlende Zähne. Ab fünf fehlenden Zähnen lehnen Versicherer wie Gothaer, Concordia, Münchener Verein und Stuttgarter den Antrag ab.

Wer mehr als vier Zahnlücken hat, findet bei der Nürnberger Komfort 80 eine Lösung: Dieser Tarif verzichtet komplett auf Gesundheitsfragen und versichert damit unbegrenzt viele fehlende Zähne. Auch die DFV fragt nicht nach der Anzahl fehlender Zähne, lehnt aber bei herausnehmbarer Prothese ab.

Vergleichen Sie die Annahmebedingungen der Tarife mit Ihrem tatsächlichen Zahnstatus, bevor Sie einen Antrag stellen.

In den meisten Fällen lohnt sich der Abschluss auch bei schlechtem Zahnstatus. Schon ein einzelnes Implantat kostet zwischen 2.200 und 3.200 Euro, die Kasse zahlt davon nur rund 553 Euro als Festzuschuss.

Selbst mit einem Risikozuschlag, wie ihn die Concordia mit 9 bis 18 Euro pro fehlendem Zahn berechnet, kann sich die Versicherung bei einer größeren Behandlung rechnen. Bei drei fehlenden Zähnen summiert sich der Zuschlag auf 648 Euro im Jahr, die mögliche Erstattung liegt aber bei mehreren tausend Euro.

Lassen Sie sich vor dem Abschluss einen Heil- und Kostenplan erstellen. Damit können Sie die Erstattung verschiedener Tarife konkret durchrechnen.

Die Höhe des Risikozuschlags hängt vom Anbieter und der Anzahl fehlender Zähne ab. Bei der Concordia ZAHN SORGLOS 100 beträgt der Zuschlag 9 Euro pro Zahn bei bis zu zwei fehlenden Zähnen und 18 Euro pro Zahn bei drei bis vier fehlenden Zähnen.

Bei zwei fehlenden Zähnen zahlen Sie also 18 Euro zusätzlich zum Basisbeitrag von 23,26 Euro, zusammen rund 41 Euro monatlich. Andere Tarife wie die Gothaer MediZ Smile verzichten bei bis zu vier fehlenden Zähnen komplett auf einen Zuschlag, bieten dann aber 75 bis 85 % statt 100 % Erstattung.

Prüfen Sie, ob der höhere Beitrag durch die bessere Erstattung aufgewogen wird, besonders wenn eine teure Behandlung absehbar ist.

Mehrere Versicherer akzeptieren bis zu vier fehlende Zähne. Die Gothaer MediZ Smile nimmt Sie ohne Zuschlag an (75 bis 85 % Erstattung, ab 12 Euro monatlich). Die Concordia ZAHN SORGLOS 100 verlangt einen Zuschlag von 18 Euro pro Zahn, erstattet dafür aber 100 %.

Der Münchener Verein ZahnGesund 85+ akzeptiert ebenfalls vier fehlende Zähne und stellt als einzigen relevanten Ablehnungsgrund nur die Frage nach fehlenden Zähnen, nicht nach Parodontitis oder Prothesen. Die Stuttgarter ZahnKomfort 80 rundet das Angebot mit 80 % Erstattung ab.

Vergleichen Sie neben der Erstattungshöhe auch die Zahnstaffel: Sie bestimmt, wie viel der Tarif in den ersten Jahren tatsächlich auszahlt.

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